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Wie du dich als Lehrling im Betrieb richtig verhältst

Wie du dich als Lehrling im Betrieb richtig verhältst

3.9.2026·5 Min. Lesezeit

Wie du dich als Lehrling im Betrieb richtig verhältst

Der Start in die Lehre ist für viele Jugendliche ein großer Schritt.

Plötzlich gibt es feste Arbeitszeiten, neue Aufgaben, Kollegen und Vorgesetzte.

Gleichzeitig wird erwartet, dass du dich Schritt für Schritt in den Berufsalltag einfindest und Verantwortung übernimmst.

Am Anfang kann vieles ungewohnt sein und es ist völlig normal, dass noch nicht alles sofort funktioniert.

Niemand erwartet von einem Lehrling, bereits am ersten Tag alles zu können.

Wichtig ist vor allem, dass du aufmerksam bist, Fragen stellst und bereit bist, dazuzulernen.


Warum der erste Eindruck wichtig ist

Die ersten Tage und Wochen in einem neuen Betrieb prägen häufig den Eindruck, den Kollegen von dir bekommen.

Dabei musst du keineswegs besonders laut oder selbstbewusst auftreten.

Ein freundliches Begrüßen, Pünktlichkeit und ein höflicher Umgang reichen bereits für einen guten ersten Eindruck.

Auch dein Interesse an den neuen Aufgaben wird von vielen Kollegen positiv wahrgenommen.

Wenn du aufmerksam zuhörst und Anweisungen ernst nimmst, zeigst du, dass du deine Ausbildung ernst nimmst.

Ein guter Start bedeutet deshalb nicht, perfekt zu sein, sondern zuverlässig und lernbereit aufzutreten.


Pünktlichkeit gehört zum Berufsalltag

In der Schule kann eine Verspätung manchmal schnell vergessen sein.

Im Betrieb kann sie dagegen Auswirkungen auf Kollegen und Arbeitsabläufe haben.

Wenn dein Arbeitstag beispielsweise um 7 Uhr beginnt, solltest du nicht erst zu diesem Zeitpunkt das Betriebsgelände betreten.

Plane deinen Weg deshalb so, dass du rechtzeitig an deinem Arbeitsplatz bist.

Verspätungen können natürlich einmal vorkommen.

Wenn du absehen kannst, dass du zu spät kommst, solltest du den Betrieb möglichst früh informieren.


Warum Fragen bei einer Lehre ausdrücklich dazugehören

Als Lehrling kannst du nicht alles wissen und musst das auch nicht.

Eine der wichtigsten Fähigkeiten während der Ausbildung ist deshalb, Fragen zu stellen.

Wenn dir eine Aufgabe unklar ist, solltest du nicht einfach raten und dadurch möglicherweise einen Fehler verursachen.

Frag lieber nach und lass dir den Arbeitsschritt noch einmal erklären.

Mit zunehmender Erfahrung wirst du immer mehr Aufgaben selbstständig erledigen können.

Nachfragen zeigt daher nicht automatisch Unsicherheit, sondern häufig Verantwortungsbewusstsein.


Wie du mit Fehlern als Lehrling umgehen solltest

Fehler gehören zum Lernen dazu und lassen sich gerade am Anfang einer Ausbildung nicht vollständig vermeiden.

Wichtig ist, einen Fehler nicht zu verstecken oder darauf zu hoffen, dass ihn niemand bemerkt.

Informiere die zuständige Person möglichst schnell und erkläre sachlich, was passiert ist.

So kann der Fehler möglicherweise rechtzeitig korrigiert werden.

Versuche außerdem zu verstehen, warum es dazu gekommen ist und wie du die Situation beim nächsten Mal vermeiden kannst.

Wer aus Fehlern lernt, entwickelt sich während der Lehre schnell weiter.


Wie du dich gegenüber Kollegen verhalten solltest

Als neuer Lehrling bist du zunächst der jüngste oder unerfahrenste Mitarbeiter im Team.

Das bedeutet jedoch nicht, dass du weniger wert bist als andere Kollegen.

Ein respektvoller Umgang sollte trotzdem von beiden Seiten selbstverständlich sein.

Begrüße deine Kollegen, höre ihnen zu und halte dich an gemeinsame Regeln.

Wenn dir jemand etwas erklärt, solltest du aufmerksam zuhören und wichtige Informationen gegebenenfalls notieren.

Mit der Zeit wirst du selbst ein fester Teil des Teams.


Warum du deine Aufgaben ernst nehmen solltest

Auch scheinbar kleine Aufgaben gehören zum Arbeitsalltag eines Betriebs.

Wenn du beispielsweise Material vorbereitest, Werkzeuge wegräumst oder Unterlagen kontrollierst, kann deine Arbeit für andere Kollegen wichtig sein.

Erledige deshalb auch Routineaufgaben sorgfältig.

Versuche nicht, unangenehme Tätigkeiten einfach an andere weiterzugeben.

Wenn du mit einer Aufgabe fertig bist, kannst du nachfragen, was als Nächstes zu tun ist.

So zeigst du Eigeninitiative und entwickelst mit der Zeit mehr Selbstständigkeit.


Was du über Arbeitskleidung und Auftreten wissen solltest

Je nach Lehrberuf gelten unterschiedliche Anforderungen an Kleidung und Auftreten.

In einer Werkstatt können beispielsweise Sicherheitsschuhe und Schutzkleidung notwendig sein.

In der Gastronomie gelten andere Anforderungen als in einem Büro oder einem Geschäft.

Informiere dich deshalb darüber, welche Kleidung und Ausrüstung dein Betrieb erwartet.

Wenn persönliche Schutzausrüstung vorgeschrieben ist, solltest du diese konsequent verwenden.

Ein gepflegtes und zum Arbeitsplatz passendes Auftreten gehört ebenfalls zu einem professionellen Berufsalltag.


Wie du mit Kritik von deinem Ausbilder umgehst

Während einer Lehre wirst du wahrscheinlich auch Kritik bekommen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass deine Leistung schlecht ist.

Feedback soll dir dabei helfen, Fehler zu erkennen und deine Arbeitsweise zu verbessern.

Höre zunächst zu und versuche zu verstehen, was genau kritisiert wird.

Wenn dir etwas unklar ist, kannst du nachfragen oder um ein konkretes Beispiel bitten.

Wer konstruktive Kritik annehmen kann, macht während der Ausbildung häufig große Fortschritte.


Warum Handy und soziale Medien im Betrieb ein Thema sein können

Das Smartphone gehört für viele Jugendliche selbstverständlich zum Alltag.

Während der Arbeitszeit gelten jedoch die Regeln des jeweiligen Betriebs.

Wenn private Nachrichten ständig die Arbeit unterbrechen, kann das schnell einen unprofessionellen Eindruck machen.

Informiere dich deshalb darüber, wann und wo die private Handynutzung erlaubt ist.

In manchen Berufen kann ein Smartphone außerdem aus Sicherheitsgründen am Arbeitsplatz nicht erlaubt sein.

Halte dich an die betrieblichen Vorgaben und nutze Pausen für private Angelegenheiten.


Welche Rechte Lehrlinge in Österreich haben

Eine Lehre bedeutet nicht, dass du einfach jede Aufgabe übernehmen musst.

Auch Lehrlinge haben in Österreich gesetzliche Rechte und genießen besonderen Schutz.

Dazu gehören unter anderem Regelungen zu Arbeitszeit, Berufsschule, Urlaub und Ausbildung.

Der Lehrbetrieb hat außerdem die Aufgabe, dir die für deinen Lehrberuf notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln.

Du solltest daher nicht dauerhaft nur für Tätigkeiten eingesetzt werden, die mit deiner eigentlichen Ausbildung nichts zu tun haben.

Bei Fragen zu deinen Rechten können beispielsweise Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer oder die zuständige Lehrlingsstelle weiterhelfen.


Warum die Berufsschule Teil deiner Ausbildung ist

Die Lehre besteht in Österreich grundsätzlich aus praktischer Ausbildung im Betrieb und schulischer Ausbildung.

Die Berufsschule ist deshalb kein zusätzlicher freiwilliger Teil deiner Ausbildung.

Das dort vermittelte Wissen ergänzt die praktischen Erfahrungen aus dem Betrieb.

Auch wenn manche Fächer zunächst weniger wichtig erscheinen, können sie später im Berufsleben hilfreich sein.

Versuche deshalb, auch in der Berufsschule aufmerksam zu bleiben.

Gute Leistungen entstehen meistens dann, wenn Theorie und Praxis miteinander verbunden werden.


Was du tun kannst wenn du dich im Betrieb unwohl fühlst

Nicht jeder Lehrbetrieb funktioniert von Anfang an perfekt.

Wenn du mit einer Situation unzufrieden bist, solltest du das Problem nicht wochenlang alleine mit dir herumtragen.

Sprich zunächst mit einer Person, der du vertraust.

Das kann beispielsweise ein Ausbilder, eine Vertrauensperson, ein Elternteil oder eine andere geeignete Ansprechperson sein.

Auch die zuständige Lehrlingsstelle oder die Arbeiterkammer kann bei arbeitsrechtlichen Fragen unterstützen.

Je früher ein ernstes Problem angesprochen wird, desto eher lässt sich eine passende Lösung finden.


Wie du Schritt für Schritt selbstständiger wirst

Am Anfang einer Lehre benötigst du bei vielen Aufgaben noch Unterstützung.

Das ist völlig normal und gehört zur Ausbildung.

Versuche trotzdem, dir Erklärungen zu merken und bereits gelernte Arbeitsschritte beim nächsten Mal selbstständig anzuwenden.

Wenn du eine Aufgabe bereits kennst, musst du nicht jedes Mal auf eine neue Anweisung warten.

Zeige Eigeninitiative, ohne eigenmächtig Entscheidungen zu treffen, die du noch nicht einschätzen kannst.

So entsteht mit der Zeit ein gutes Gleichgewicht zwischen Selbstständigkeit und Rücksprache.


Warum Zuverlässigkeit oft wichtiger ist als Talent

Ein Lehrling muss nicht bereits alle Fähigkeiten mitbringen, die später im Beruf benötigt werden.

Genau dafür gibt es die Ausbildung.

Was Kollegen und Ausbilder jedoch erwarten können, sind Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und ein respektvoller Umgang.

Wenn du Absprachen einhältst und dich bemüht, wirst du dir Schritt für Schritt Vertrauen erarbeiten.

Dieses Vertrauen kann später dazu führen, dass dir anspruchsvollere Aufgaben übertragen werden.

Deine Einstellung zur Arbeit ist deshalb gerade am Anfang besonders wichtig.


Fazit

Als Lehrling musst du nicht von Beginn an alles können und jede Situation perfekt beherrschen.

Wichtig sind vor allem Pünktlichkeit, Respekt, Lernbereitschaft und ein verantwortungsvoller Umgang mit deinen Aufgaben.

In Österreich stehen Lehrlinge außerdem unter besonderen gesetzlichen Schutzbestimmungen und haben klare Rechte innerhalb ihrer Ausbildung.

Wer Fragen stellt, Feedback annimmt und Schritt für Schritt selbstständiger wird, schafft eine gute Grundlage für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

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